"Koch sein ist mehr als am Herd zu stehen" - Artikel zur bundesweiten VKD-Kampagne #wirteilendeineleidenschaft

 

"Koch sein ist mehr als am Herd zu stehen"

 

28.09.2017

Von Erbsensuppe bis Hummer, von Mittagstisch bis Gourmet-Catering – wenn Alexander Kostadinov kocht, steht eine große Bandbreite auf der Speisekarte. Das war auch schon in seiner Ausbildung so. Diese Vielfalt macht den Kochberuf für den 38-Jährigen aus, wie er im Folgenden berichtet.

 

„Wenn es ums Kochen geht, ist mein Vater mein Vorbild. Er führte jahrzehntelang erfolgreich unser Catering-Unternehmen. So stand ich schon als Zehnjähriger in der Küche und habe Herumprobiert. Den Entschluss, selbst in die Gastronomie zu gehen, habe ich erst sehr spät gefasst – aber nie bereut. Dabei hatte ich großes Glück: Nur eine Bewerbung sicherte mir den Ausbildungsplatz in der Betriebskantine eines großen internationalen Konzerns – ein spannender Arbeitsplatz für angehende Köche, weil die Vielfalt dessen, was gekocht wird, so groß ist. Ich habe dort Masse und Klasse gesehen: von Erbseneintopf über Schnitzel mit Pommes für die Belegschaft von über 1900 Gästen pro Tag und Hummer für den Vorstand und wichtige Gäste aus aller Welt und Kulturen war so ziemlich alles dabei. Welch eine Bandbreite…

 

Unter den verschiedenen Ausbildungsküchen hatte die Betriebskantine den Vorteil, dass die Arbeitszeiten geregelt waren und dass ich den Umgang mit Großgeräten lernen konnte. Für mich hieß das: Von Montag bis Freitag Ausbildung in der Kantine. Am Wochenende ins Familienunternehmen, und dann half ich meinem Vater aus. Diese Arbeitszeiten begleiten mich heute nicht mehr, dafür aber die Bandbreite der Gerichte. Nach der Ausbildung stieg ich ins Catering-Unternehmen meines Vaters ein. Mein Team und ich bereiten vom eher schlichten Mittagstisch bis zum aufwändigen Gourmet-Catering für ganz unterschiedliche Veranstaltungsgrößen alles zu.

 

Große Abwechslung macht Liebe zum Beruf aus
Gerade diese große Abwechslung macht für mich die Liebe zum Beruf aus. Mein Alltag ist nie gleich. Als selbstständiger Koch erlebe ich viel. Kochen in der Küche, Gästekontakt beim Frontcooking, Einkaufen auf dem Markt, Arbeit mit Produzenten, Beratung der Kunden, um ihnen ihre vielfältigen Wünsche zu erfüllen und die Unternehmensführung. Zum Koch sein gehört so viel mehr, als nur am Herd zu stehen. Die Vielfalt an Möglichkeiten ist schier unerschöpflich. Dabei setze ich mir täglich die Herausforderung, immer noch eine Schippe besser zu werden. 

 

Einiges an Inspiration hole ich mir dabei von Berufskollegen im VKD. Die Arbeit im Verband bringt Spaß, ein gigantisches Netzwerk und viele neue Freunde aus der ganzen Welt – eine große Familie, in der man fachsimpelt, sich austauscht und Spaß hat.“

 

Alexander Kostadinov absolvierte seine Ausbildung in einer großen Betriebskantine und stieg dann im Catering-Unternehmen seines Vaters ein. Heute ist der 38-Jährige Eigentümer von Party-Service Gentscher und beschäftigt rund 60 Mitarbeiter inklusive Aushilfen. Im VKD engagiert sich der Altöttinger aktiv wenn es darum geht, den Verband auf Messen zu repräsentieren. Kostadinov ist verheiratet und hat zwei Kinder. 

 

Foto: Philippe Arlt